Gezüchtet wird mit Eltern von höchstem Zuchtwert, d. h. Jagdleidenschaft, Nasenqualität, Spurwille und Spursicherheit, Raubzeugschärfe, Intelligenz, Anlage zum Vorstehen, Wasserfreude, Ausdauer und Findenwollen.

Die Eltern werden jagdlich geführt, auf Prüfungen vorbereitet und vorgestellt, fallen stets als leichtführige, zuverlässige, wesensfeste und äusserst sympathische Hunde auf.

FCI - Standard

URSPRUNG: Deutschland.
VERWENDUNG: Vielseitig einsetzbarer Jagdgebrauchshund.

KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 7 Vorstehhunde. Sektion 1.1 Kontinentale Vorstehhunde,
Typ « Braque ». Mit Arbeitsprüfung.

  • ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD:
    Edler, harmonischer Hund, dessen Körperbau Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit gewährleistet.
    Aufrechte Haltung, fliebende Aubenlinien, trockener Kopf, gut getragene Rute, straffes, glänzendes Fell und raumgreifende harmonische Bewegungen unterstreichen seinen Adel.
  • WICHTIGE PROPORTIONEN: Die Rumpflänge sollte die Widerristhöhe ein wenig übertreffen.
  • VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN): Fest, ausgeglichen, zuverlässig, gezügeltes Temperament, weder nervös, scheu noch aggressiv.
  • KOPF: Trocken, markant, weder zu leicht noch zu schwer; in Stärke und Länge der Körperform und dem Geschlecht entsprechend.
  • OBERKOPF:
    Schädel : Genügend breiter, flach gewölbter Schädel, schwach ausgeprägter Hinterhauptstachel, Stirnfurche nicht zu tief, erkennbar ausgebildete Augenbrauenbögen.
    Stop : Nur mäbig ausgebildet.
  • GESICHTSSCHÄDEL:
    Nasenschwamm: Etwas vorspringend. Nasenöffnungen genügend weit, breit und beweglich. Grundsätzlich braun, bei schwarzen Hunden oder beim Schwarzschimmel jedoch schwarz. Nur bei weiber Grundfarbe ist eine fleischfarbene oder gefleckte Nase zulässig.
    Fang: Lang, breit, tief und kräftig, um dem Hund das richtige Tragen des Wildes zu erleichtern. Der Nasenrücken zeigt, von der Seite gesehen, eine leichte Wölbung in allen Übergängen von einer edel geformten Ramsnase bis zu einer geringen Erhebung über die gerade Linie, beim Rüden stärker ausgeprägt. Die ebenfalls noch zulässige ganz gerade Nasenrückenlinie ist weniger ansprechend, ein durchgebogener (konkaver) Nasenrücken ist ein schwerer Fehler.
    Lefzen: Anliegend, nicht zu stark überhängend, gut pigmentiert. Fallen von der Nase bis zum Trennungspunkt fast senkrecht ab, gehen dann in einem flachen Bogen zum mäbig ausgeprägten Lefzenwinkel.
    Kiefer / Zähne: Kräftige Kiefer mit einem perfekten, regelmäbigen und vollständigen Scherengebib, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greifen sollte und die Zähne in etwa senkrecht im Kiefer stehen; mit 42 gesunden Zähnen, gemäb der Zahnformel.
    Backen: Kräftig, gut bemuskelt.
    Augen: Von mittlerer Gröbe, weder hervortretend noch tiefliegend. Die ideale Farbe ist dunkelbraun. Die Lider gut anliegend.
    Behang: Mäbig lang, hoch und breit angesetzt, glatt und ohne Drehung dicht am Kopf herabhängend, unten stumpf abgerundet. Weder zu fleischig noch zu fein. Er soll, nach vorn gelegt, ungefähr mit dem Lefzenwinkel abschneiden.
  • HALS: Länge in Harmonie zum Gesamtbild, zum Rumpf hin allmählich breiter werdend. Nacken sehr muskulös und leicht gewölbt. Straff anliegende Kehlhaut.
  • KÖRPER:
    Obere Profillinie: Gerade und leicht abfallend.
    Widerrist: Deutlich.
    Rücken: Fest, gut bemuskelt. Die Dornfortsätze sollen durch Muskulatur verdeckt sein.
    Lenden: Kurz, breit, muskulös, gerade oder leicht gewölbt. Übergang vom Rücken zur Lende stramm und gut geschlossen.
    Kruppe: Breit und genügend lang, nicht kurz abgeschlagen und zur Rute hin nur leicht abfallend, gut bemuskelt.
    Brust: Mehr tief als breit mit gut ausgeprägter Vorbrust und möglichst weit nach hinten reichendem Brustbein. Brustbein und Ellenbogengelenk sollen in gleicher Höhe liegen. Rippen gut gewölbt, weder flach noch tonnenförmig. Hintere Rippen gut herabreichend.
    Untere Profillinie und Bauch: In einem eleganten Bogen leicht aufgezogen nach hinten verlaufend, trocken.
  • RUTE: Hoch angesetzt, im Ansatz kräftig, sodann sich verjüngend, mittellang. Für den Jagdgebrauch etwa um die Hälfte gekürzt. In der Ruhe herabhängend, in der Bewegung waagrecht und nicht zu hoch über der Rückenlinie oder stark gekrümmt getragen.
    (In Ländern, in denen der Gesetzgeber ein Rutenkupierverbot erlassen hat, kann die Rute naturbelassen bleiben. Sie sollte bis zum Sprunggelenk reichen und gerade bzw. leicht säbelförmig getragen werden).
  • VORDERHAND:
    Allgemeines: Von vorne betrachtet gerade und parallel; von der Seite betrachtet gut unter dem Körper stehende Läufe.
    Schultern: Schräg und nach hinten flach anliegendes Schulterblatt. Kräftige, trockene Muskulatur. Gute Winkelung zwischen Schulterblatt und Oberarm.
    Oberarm: Möglichst lang, gut und trocken bemuskelt.
    Ellenbogen: Am Körper anliegend, jedoch nicht angeprebt, weder auswärts noch einwärts gedreht, weit nach hinten plaziert. Gute Winkelung zwischen Oberarm und Unterarm.
    Unterarm: Gerade, ausreichend bemuskelt. Kräftige, nicht grobe Knochen.
    Vorderfubwurzelgelenk: Kräftig.
    Vordermittelfub: Minimale Winkelung von Unterarm und Vordermittelfub, nie steil stehend.
    Vorderpfoten: Rund bis löffelförmig, mit eng aneinanderliegenden, ausreichend gewölbten Zehen. Kräftige Zehenkrallen. Derbe, widerstandsfähige Ballen. Sie fuben parallel, im Stand und in der Bewegung weder ein- noch auswärtsgerichtet.
  • HINTERHAND :
    Allgemeines: Von hinten betrachtet gerade und parallel. Gute Winkelungen. Kräftige Knochen.
    Oberschenkel: Lang, breit und muskulös. Gute Winkelung zwischen Becken und Oberschenkel.
    Knie: Kräftig, mit guter Winkelung zwischen Ober-und Unterschenkel.
    Unterschenkel: Lang, muskulös und sehnig. Gute Winkelung zwischen Unterschenkel und Hintermittelfub.
    Sprunggelenk: Kräftig.
    Hintermittelfub: Senkrecht stehend, kräftig.
    Hinterpfoten: Rund bis löffelförmig, mit eng aneinanderliegenden, ausreichend gewölbten Zehen. Kräftige Zehenkrallen. Derbe, widerstandsfähige Ballen. Sie fuben parallel, im Stand und in der Bewegung weder ein- noch auswärts gerichtet.
  • GANGWERK: Raumgreifend, mit viel Schub und entsprechendem Vortritt, in Vorder- und Hinterhand gerade und parallel; dabei gut aufgerichtete Haltung. Pabgang ist unerwünscht.
  • HAUT: Straff anliegend, ohne Faltenbildung.
  • HAAR : Kurz und dicht, soll sich derb und hart anfühlen. Am Kopf und am Behang soll es dünner und kürzer sein, an der Unterseite der Rute nicht auffallend länger. Es soll den ganzen Körper bedecken.
  • FARBE :
    Braun, ohne Abzeichen.
    Braun, mit geringen weiben oder gesprenkelten Abzeichen an Brust und Läufen.
    Dunkler Braunschimmel mit braunem Kopf, braunen Platten oder Tupfen. Die Grundfarbe eines derartig gezeichneten Hundes ist nicht braun mit weib oder weib mit braun, sondern das Haar zeigt ein so inniges Gemisch von braun und weib, dab hieraus jenes für den praktischen Jagdgebrauch so wertvolle, unaufflällige Äubere entsteht. An der Innenseite der Hinterläufe sowie an der Rutenspitze ist die Färbung häufig heller.
    Heller Braunschimmel mit braunem Kopf, braunen Platten, Tupfen oder ohne Platten. Bei dieser Färbung sind braune Haare in geringem Mabe vorhanden, es herrschen die weiben Haare vor.
    Weib, mit brauner Kopfzeichnung, braunen Platten oder Tupfen.
    Schwarze Farbe in denselben Nuancen wie die braune bzw. Braunschimmelfarbe.
    Gelber Brand ist zugelassen.
    Blesse, Schnippe und gesprenkelten Lefzen sind zulässig.
  • GRÖSSE :
    Widerristhöhe : Rüden : 62 bis 66 cm,
    Hündinnen : 58 bis 63 cm.